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CaHA

Ästhetische Injektionsprodukte mit Calciumhydroxylapatit (CaHA) kombinieren mineralische Mikrosphären mit einem Träger. Für die Praxis sind daher zwei Komponenten getrennt zu betrachten: Der Träger prägt die frühe physikalische Ausprägung, während die Mikrosphären im Zusammenhang mit längerfristiger Gewebestützung und Kollagenreaktion diskutiert werden.

Radiesse ist das erste CaHA-Referenzprodukt in Injectable Index. CaHA ist nicht mit Radiesse gleichzusetzen, und andere calciumhaltige Produkte dürfen dessen Evidenz oder Anweisungen nicht übernehmen.

FragePraktische Antwort
Was wird injiziert?CaHA-Mikrosphären in einem produktspezifischen Trägergel
Sofortige KorrekturJa, bei Darreichungsformen, deren Träger zur strukturellen Korrektur eingesetzt wird
Gebrauchsfertig?Das Standardprodukt wird als injizierbares Implantat geliefert; Mischen oder Verdünnen ist jeweils eine getrennte produkt- und anwendungsspezifische Frage
Erstes ProduktRadiesse
Wichtigster HinweisStrukturelle Standardanwendung und verdünnte biostimulatorische Anwendung dürfen nicht zu einem einzigen Protokoll zusammengefasst werden

Mikrosphären und Träger haben unterschiedliche Rollen

Abschnitt betitelt „Mikrosphären und Träger haben unterschiedliche Rollen“

Merz beschreibt Radiesse als strukturellen Filler und Biostimulator; aktuelle Produktunterlagen nennen CaHA-Mikrosphären in einem wasserbasierten Gel (Produktportfolio von Merz Aesthetics 🔗; Radiesse-Patienteninformation 🔗).

Der Träger kann eine sofortige Korrektur bewirken. Diese frühe strukturelle Wirkung ist von späteren Beobachtungen zu trennen, die der Gewebereaktion um die CaHA-Mikrosphären zugeschrieben werden.

Diese Unterscheidung hilft, drei häufige Fehler zu vermeiden:

  • jede CaHA-Anwendung als ausschließlich verzögert zu beschreiben
  • den Träger als klinisch bedeutungslos zu behandeln
  • anzunehmen, dass eine Verdünnung dasselbe unmittelbare strukturelle Verhalten beibehält
FeldRadiesse-Referenz
MaterialCalciumhydroxylapatit-Mikrosphären
TrägerProduktspezifisches wässriges Gelsystem
DarreichungsformInjizierbares Implantat
UnternehmensbezugMerz Aesthetics
Regulatorischer KontextIndikationen und Anweisungen unterscheiden sich je nach Produktvariante und Markt

Die aktuellen, von der FDA bereitgestellten Radiesse-Anweisungen enthalten Angaben zu Indikation, Studie, Kontraindikationen, Warnhinweisen und unerwünschten Ereignissen für das geprüfte US-Produkt, nicht für CaHA als universelles Material (FDA-Gebrauchsanweisung 🔗).

Standard-, verdünnte und hyperverdünnte Anwendung

Abschnitt betitelt „Standard-, verdünnte und hyperverdünnte Anwendung“

Eine Verdünnung verändert das praktische Ziel und das physikalische Verhalten eines CaHA-Produkts. Eine Seite oder Tabelle sollte stets Folgendes ausweisen:

  • genaues Produkt
  • Produktvariante
  • Verdünnungsmittel und etwaiges Anästhetikum
  • Mischungsverhältnis
  • vorgesehener anatomischer Bereich
  • angestrebtes strukturelles Ziel oder Ziel der Hautqualität
  • Art der Quelle
  • ob die Technik zugelassen, publiziert, konsensbasiert oder Off-Label ist

Verdünntes CaHA oder hyperverdünntes CaHA dürfen nicht so verwendet werden, als bezeichneten diese Begriffe jeweils eine standardisierte Rezeptur.

Bei struktureller Anwendung trägt das Trägergel zur sichtbaren frühen Korrektur bei. Mit der Zeit verändern die Resorption des Trägers und die Gewebereaktion, wodurch das Ergebnis aufrechterhalten wird. Die gemessene Dauer einer Studie darf nicht in eine Garantie für jede Anatomie, Verdünnung oder jeden Patienten umgedeutet werden.

Systematische Evidenz zu CaHA und PLLA im Gesicht stützt eine klinische Aktivität, zeigt jedoch zugleich heterogene Produkte, Endpunkte und Nachbeobachtungszeiten (systematische Übersichtsarbeit zu CaHA und PLLA im Gesicht 🔗).

CaHA sollte nicht als HA-Filler mit anderer Textur verstanden werden. Wichtige Unterschiede sind:

  • kein einfacher, klassenweiter enzymatischer Auflösungsweg
  • Produktpersistenz und mit Mikrosphären verbundene Aspekte der Bildgebung
  • das mit injizierbaren Implantaten gemeinsame Risiko von Gefäßereignissen
  • produkt- und technikspezifischer Kontext von Knötchen oder Entzündungsereignissen
  • verändertes Verhalten nach Verdünnung

Das Vorgehen hängt vom Ereignis ab und lässt sich nicht auf die Frage reduzieren, ob ein Träger Wasser oder Gel enthält.

  • Knötchen und verzögerte Reaktionen trennt beschreibende Befunde von angenommenen Diagnosen.
  • Vaskuläre und visuelle Notfälle bietet einen Notfallrahmen für Produkte, die keine reinen HA-Filler sind.
  • PLLA erfordert üblicherweise eine Rekonstitution, statt als derselbe Typ eines vorgefüllten Trägergel-Implantats geliefert zu werden.
  • PDLLA umfasst Produkte mit und ohne HA-Hybridkomponente.
  • PCL umfasst sowohl trägerbasierte Mikrosphären als auch laut Hersteller solubilisierte Darreichungsformen.